Gemeinde Neuendettelsau

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Lassen Sie es blühen in Neuendettelsau!

Die Anzahl der Insekten und ihr Artenreichtum sind massiv zurückgegangen. Neuendettelsau möchte einen Beitrag dazu leisten, diesen Trend zu stoppen und die Insektenvielfalt wieder zu vergrößern.
Helfen Sie mit und lassen Sie Neuendettelsau erblühen!

Wie Sie (auch ohne eigenen Garten) den Bienen, Hummeln, Schmetterlingen helfen können, haben wir hier für Sie in den folgenden Kategorien zusammengetragen:

  • Bienenfreundlich gärtnern
  • Summende Terrassen, Balkone und Fensterbänke
  • Eine Wiese für die Artenvielfalt
  • So bitte nicht!
  • Insektenfreundliche Pflanzen für jeden Standort
  • Nisthilfen im Garten - Ein Zuhause für Insekten

Viel Spaß beim Stöbern und viel Freude beim Gärtnern!

Unser blühendes Fotoalbum

Wir haben bereits einige Zusendungen mit Fotos erhalten von Bürgerinnen und Bürgern, die Neuendettelsau erblühen lassen - darüber freuen wir uns sehr und sagen herzlichen Dank! Hier geht es zum Fotoalbum.

Bienenfreundlich gärtnern

[Quelle: Bayern summt]

Bienenfreundlich Gärtnern bedeutet, den eigenen Garten als Lebensraum zu entwickeln, in dem sich viele unterschiedliche Bienenarten wohlfühlen. Bienenfreundliches Gärtnern beruht auf drei Grundprinzipien:

  1. Die Kreisläufe des Lebens erkennen und anerkennen.
  2. Der Entwicklung von Tieren und Pflanzen Zeit und Raum geben.
  3. Die natürliche Fortpflanzung von Tieren und Pflanzen unterstützen.

Für die Gartengestaltung bedeutet das vor allem, vielseitige Strukturen zu schaffen und heimische Blütenpflanzen als nektar- und pollenreiche Nahrung für die Bienen zu wählen (Pflanzenlexikon, siehe unten). Zu beachten ist, dass der Aktionsradius von Wildbienen meist nur 70-300 Meter beträgt. Daraus folgt, dass die Futterpflanzen und die Nistmöglichkeiten der Wildbienen in direkter Nachbarschaft liegen müssen.

Nicht jeder kann oder will seinen gesamten Garten sofort in einen echten Natur- oder Bienengarten umwandeln. Das ist auch gar nicht notwendig. Bestimmt findet sich aber die eine oder andere Stelle, um kleine Zeichen für die Natur zu setzen. Kleinvieh macht bekanntlich auch Mist, und so kann durch eine Reihe von Einzelmaßnahmen am Ende ein großes Ganzes entstehen: ein wunderschöner, strukturreicher Lebensraum mit Blühflächen und Raum zum Erholen! Und ganz nebenbei schaffen Sie Nahrung und Lebensraum nicht nur für Wildbienen, sondern auch für viele andere Tierarten.

Wie bienenfreundlich ist mein Garten? Hier geht´s zum Selbsttest

Was ist alles möglich und sinnvoll:

  • vielfältige Strukturen schaffen (Totholzhaufen, Trockenmauer, Teich, etc.)
  • ohne Gift gärtnern
  • wilde Ecken stehen lassen oder einrichten
  • torffreie Blumenerde nutzen
  • heimische Blühhecken und Stauden pflanzen (Pflanzenlisten, siehe unten)
  • regionales Saatgut verwenden
  • Wildbienen-Nisthilfen aufstellen (dabei auf gute Qualität achten!)
  • im Winter Pflanzenstängel nicht zurückschneiden und Laub liegen lassen

Ganz viele tolle Tipps und Tricks zum naturnahen Gärtnern (Themen u.a. Kräuterspirale, Teich anlegen, Trockenmauern...) finden sich auf der Website der Initiative Bayern summt (-> Bienenfreundlich gärtnern). Dort gibt es auch allerhand Wissenswertes zu unseren Wild- und Honigbienen.

Und hier gibt's noch die Broschüre "Summende Gärten" (Initiative "Deutschland summt") zum Download.

Summende Terrassen, Balkone und Fensterbänke

Petunien - für Bienen leider wertlos

Sie haben keinen eigenen Garten oder sonstige Flächen, die Sie zum Blühen bringen könnten? Macht nix! Jeder Blumentopf auf der Fensterbank, dem Balkon oder der Terrasse ist wertvoll! Sie leisten damit einen ganz persönlichen Beitrag zum großen Ganzen!

Wichtig!: Geranien, Petunien und viele andere typische Balkonblumen sind hübsch anzuschauen, für Insekten aber leider vollkommen wertlos! Wildpflanzen dagegen lassen sich auch sehr gut im Kübel ziehen und bieten die beste Nahrungsquelle für Bienen und Co. Eine Liste mit geeigneten Wildpflanzen gibt es von der Initiative Deutschland summt. Wie Sie beim Pflanzen und Pflegen richtig vorgehen, erfahren Sie HIER.

Wenn es keinen Wildpflanzen sein sollen, wie wäre es dann mit einem eigenen kleinen Kräutergarten auf dem Balkon? Salbei, Majoran, etc. eignen sich ebenfalls sehr gut für den Balkonkasten. Im Pflanzenlexikon des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft finden Sie noch mehr Pflanzentipps für den Blumentopf.

Eine Wiese für die Artenvielfalt

Einjährige Saatgutmischungen sehen hübsch aus, helfen aber den Wildbienen kaum.

Sie haben eine Fläche, auf der Sie eine Blumenwiese für Bienen, Hummeln und Co. anlegen möchten? Eine super Idee! Aber Vorsicht!: Die derzeit überall angebotenen Samentütchen mit einjährigen Saatgut-Mischungen helfen Insekten nur bedingt (Wildbienen benötigen heimische Pflanzen!) und Sie werden nicht lange Freude daran haben!

Wie Sie richtig und dauerhaft mit einer Wiese einen wirklich wertvollen Beitrag zur Artenvielfalt leisten, das hat das "Netzwerk Blühende Landschaften" für Sie übersichtlich und fachlich fundiert zusammengestellt:

Blumenwiesen für Bienen und Co. - Anlegen von Blühflächen im Spätsommer/Herbst;
[Erschienen in bienen&natur Heft 8/2017 www.bienenundnatur.de]

Damit die Saat gut aufgeht - Standortwahl und Bodenvorbereitung für Blühflächen
[Erschienen in bienen&natur Heft 11/2017 www.bienenundnatur.de]

Saatgutmischungen für die Frühjahrsansaat von Blühflächen
[Erschienen in bienen&natur Heft 1/2018 www.bienenundnatur.de]

Tipps zur Anlage einer Blumenwiese im Garten - Fotodokumentation des Netzwerk Blühendes Vorarlberg

So bitte nicht!

Schottergärten bieten Insekten keinen Lebensraum

[Quelle: Bayern summt]

Viele Gärten verdienen zwar das Prädikat „gepflegt“, sie sind jedoch meist das Gegenteil von naturnah und haben einen hohen Erhaltungsaufwand: Sie werden gedüngt, gewässert, gemulcht, der Rasen wird häufig gemäht, Gift gespritzt, das Laub vollständig entfernt und Blumen nachgepflanzt.

Das für Honigbienen so wichtige kontinuierliche Nahrungsangebot fehlt in diesen Gärten: Der Verlust an Blüten ab Ende Mai ist dramatisch. Die Beziehungsnetze von Artengemeinschaften sind zerschnitten (durch Thujen, Mauern, versiegelte Flächen etc.), der natürliche Lebenszyklus von Keimen, Wachstum und Blüte über Bestäubung, Frucht- und Samenbildung bis zur Verrottung ist unterbrochen. Der häufig verwendete Mineraldünger schadet unbemerkt vielen Lebewesen. Durch entferntes Laub dringt im Winter Kälte in den Boden ein und schädigt Wurzeln und Tiere.

Alternativen: Siehe Tipps oben "Bienenfreundlich gärtnern"

Übrigens: Sie müssen Ihren (Vor-)Garten nicht von heute auf morgen vollkommen umkrempeln! Jeder kleine Beitrag ein Schritt in die richtige Richtung!

Insektenfreundliche Pflanzen für jeden Standort

Manche Wildbienen sind auf ganz bestimmte Pflanzen spezialisiert

Bienenfreundliche Pflanzen [Quelle: bmel.de]

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft hat ein bienenfreundliches Pflanzenlexikon für Balkon und Garten herausgegeben. Dieses Lexikon bietet einen sehr guten Überblick darüber, welche Stauden, Wildblumen, Sträucher und Bäume den Bienen und anderen Insekten besonders viel Pollen und Nektar spenden und an welchem Standort sie gut gedeihen.


Pflanzen für Wildbienen [Quelle: bund.net]

Vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland gibt es eine Broschüre mit Pflanzen für Wildbienen. Das Problem: Wildbienen sind oft auf ganz bestimmte Wildblumen spezialisiert und können mit den gezüchteten Stauden in unseren Gärten nichts anfangen. In diesem Lexikon erfahren Sie, wie Sie ein gutes Nahrungsangebot für Wildbienen bereitstellen können.

Wenn Sie es ganz genau wissen wollen, finden Sie viele interessante Infos rund um die Wildbienen und ihre Nahrungsvorlieben auf www.wildbienen.info

Übrigens: Alles, was den Bienen und Wildbienen hilft, hilft auch den Hummeln, Schmetterlingen und allen  anderen Insekten, die auf Nektar und Pollen angewiesen sind!!!

Nisthilfen im Garten - Ein Zuhause für Insekten

Insektenhotels sind schwer angesagt. Kaum ein Baumarkt oder Discounter, in dem es keine zu kaufen gibt. Leider sind die meisten Exemplare nur "gut gemeint" statt gut gemacht. Ersparen Sie sich eine Enttäuschung, wenn kein Insekt einzieht oder die Brut in den falschen Nisthilfen kaputt geht! Informieren Sie sich hier, welche Nisthilfen und Hotels wirklich geeignet sind. Selbermachen ist meist die bessere Lösung - und Spaß macht es obendrein!

Viel Spaß beim Basteln!

Handwerkliche Fähigkeiten sind jedoch kein Muss beim Nisthilfenbau. Totholzhaufen, Haufen aus Lesesteinen, Trockenmauern, etc. erfüllen den gleichen Zweck wie aufwendig gestaltete Insektenhotels. Meistens genügt etwas Wildnis im eigenen Garten, damit Insekten und andere Tiere Unterschlüpfe und Brutplätze finden. Infos dazu HIER.

Tipps, Tricks und tolle Links

Rund um das Themen Artenvielfalt, Insekten, naturnahes Gärtnern gibt es viele tolle Initiativen, die selbst sehr aktiv sind in Sachen Artenschutz und für Sie viele praktische Infos und Wissenswertes zusammengetragen haben - stöbern Sie mal durch!

www.deutschland-summt.de

www.bayern-summt.de

www.nabu.de

www.bund.net

www.bluehende-landschaft.de

www.wildbienen.info

www.naturgartenfreunde.de

www.bmel.de

und viele, viele mehr auf www.bayern.deutschland-summt.de/links-by.html

 

Übrigens: Kennen Sie schon die Bienen-App vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft?