Gemeinde Neuendettelsau

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Aktuelles aus der Gemeinde Neuendettelsau

Eichenprozessionsspinner

Der Eichenprozessionsspinner ist ein mittelgroßer, graubrauner und relativ unscheinbarer Nachtfalter, der früher eher selten anzutreffen war. Als ein Profiteur der Klimaerwärmung hat er sich mittlerweile von Südeuropa her bei uns verbreitet. Seinen Namen hat er von seiner Hauptnahrungsquelle, den Eichen, und der Fortbewegung seiner bis zu 5 cm langen Raupen, die im Gänsemarsch hintereinander wandern. Die für den Schmetterling optimalen Witterungsbedingungen haben in diesem Jahr dafür gesorgt, dass er in unserer Region flächendeckend zu verzeichnen ist.

 

Wie gefährlich ist der Eichenprozessionsspinner?

Der Falter ist als Forstschädling bei Waldbesitzern unbeliebt. Er kann aber für jeden gefährlich werden, der mit den langen Brennhaaren der Raupen in Berührung kommt. Denn diese enthalten einen Giftstoff, der Vögel und andere Fressfeinde abhält. Ein besonderes Problem der Brennhaare besteht darin, dass die Raupen ihre giftbewehrten Hüllen in den Nestern zurücklassen, die wie Wattebäusche auf Baumstämmen oder Astgabeln hängen und Jahre erhalten bleiben. Gelangt das Gift auf die Haut, entsteht durch mechanische Reizung und toxische Bestandteile eine Entzündung. Die Reaktion kann je nach Häufigkeit der Einzelkontakte mit den Haaren sehr unterschiedlich ausfallen und reicht von Rötungen über heftigen Juckreiz bis zu Schwellungen und starkem Brennen. In manchen Fällen bilden sich Quaddeln oder Verdickungen der Haut oder es kommt zu Reizungen der Mund- und Nasenschleimhäute. Das Einatmen der Brennhaare kann zu Bronchitis, Husten und Asthma führen. Zusätzlich treten häufig Begleiterscheinungen einer allergischen Reaktion auf, wie Müdigkeit, Schwindel oder Bindehautentzündung, nur vereinzelt Schockreaktionen.

 

Wie kann der Eichenprozessionsspinner bekämpft werden?

Grundsätzlich kommen zur Bekämpfung von Raupen und Nestern verschiedene Maßnahmen in Betracht.

Bei der mechanischen Bekämpfung werden Nester von Fachleuten in Schutzanzügen mit Spezialgeräten abgesaugt und/oder mit Sprühleim fixiert. Gesammelte Rückstände werden  sachgerecht in einer Müllverbrennungsanlage entsorgt. Dieses Verfahren wendet die von der Gemeinde beauftragte und derzeit in Neuendettelsau tätige Fachfirma an. Allerdings ist es nicht möglich, die Nester auf allen Eichen zu beseitigen. Die zeit- und kostenaufwändigen  Maßnahmen beschränken sich daher auf ausgewählte Bäume im stark frequentierten öffentlichen Bereich stehen.

Chemische Abwehrmaßnahmen würden die Verbreitung des Schmetterlings eindämmen, wären günstiger und könnten großflächiger durchgeführt werden. Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln will als „Keule“, die auch andere Lebewesen trifft, aber gut überlegt sein.

Die Fällung befallener Bäume stellt keine Option dar.

 

Wie können Sie sich schützen?

  •     Meiden Sie Eichen, an denen Sie Gespinstnester oder ein Gewimmel von Raupen erkennen. An vielen Befallstellen hat die Gemeinde bereits Hinweistafeln angebracht.
  •     Berühren Sie niemals die Raupen oder Gespinste. Sollten Sie dennoch in Kontakt mit Raupenhaaren gekommen sein, sofort Kleider wechseln, duschen und Haare waschen.
  •     Schützen Sie bei Spaziergängen empfindliche Hautbereiche (Nacken, Hals, Unterarme).
  •     Verzichten Sie auf Holzernte und Pflegemaßnahmen, solange Raupenbefall erkennbar ist.

 

Sie möchten weitere Informationen?

Ausführliche Informationen finden Sie auf der Internetseite des Bayer. Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege: https://www.stmgp.bayern.de/vorsorge/umwelteinwirkungen/eichenprozessionsspinner

von der auch der Großteil der obigen Angaben stammt.
Gerne steht Ihnen im Rathaus auch Frau Schmoll (Zimmer 13 - 50244) für Auskünfte zur Verfügung.