Mehr Sichtbarkeit und Sicherheit für den Radverkehr
Verkehrsversuch in Neuendettelsau
Am 1. Juni 2026 startet in Neuendettelsau ein einjähriger Verkehrsversuch, den die Gemeinde gemeinsam mit dem Landratsamt Ansbach durchführt. Ziel ist es, die Sicherheit und das Miteinander im Straßenverkehr zu verbessern.
Kern des Projekts sind Schutzstreifen für den Radverkehr entlang der Ortsdurchfahrt (Schlauersbacher Straße, Bahnhof-, Haupt- und Heilsbronner Straße). Diese markierten Bereiche sollen Radfahrenden mehr Sichtbarkeit und Sicherheit im Straßenraum geben.
Bislang wurde der Radverkehr teils über Gehwege geführt, was immer wieder zu Konflikten mit Fußgängerinnen und Fußgängern führte. Mit dem Versuch soll der Radverkehr stärker auf die Fahrbahn verlagert werden – auch im Hinblick auf schnellere Pedelecs.
Die Schutzstreifen sind vorrangig für Radfahrende vorgesehen, dürfen aber von Autos bei Bedarf mitgenutzt werden. Es gilt ein absolutes Halte- und Parkverbot auf den Streifen, wodurch sich die Parksituation teilweise verändert.
Der Verkehrsversuch erfordert Rücksicht und Aufmerksamkeit aller Beteiligten. Begleitet wird das Projekt wissenschaftlich unter anderem durch die Technische Hochschule Nürnberg sowie weitere Partner. Ziel ist es, die Ergebnisse als Grundlage für eine dauerhafte, sichere und moderne Verkehrsführung zu nutzen.
Die Maßnahme wird neben dem Landratsamt Ansbach und der Gemeinde Neuendettelsau durch das Staatlichen Bauamt Ansbach, die Polizei sowie die Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm begleitet und unterstützt durch die Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen in Bayern (AGFK Bayern) sowie den Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC), Kreisverband Ansbach und das Aktionsbündnis Verkehrswende.

